Einstürzende Altbauten: Die nächste Runde der Bonner Bäderdebatte

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Das nächste Opfer der Bäderdebatte?

Das Bädersterben begann 2010 mit dem Viktoriabad, als dort der Beton von der Decke bröckelte und der Stadtrat sich gegen die notwendigen Reparaturen aussprach. Im Mai entdeckte die Stadt gravierende Mängel beim Kurfürstenbad, weitere Zukunft noch unklar. Und auch im Frankenbad wird eine Überprüfung sicher ähnlich unerfreuliche Ergebnisse bringen – denn was soll man auch anderes erwarten, wenn die Stadt seit Jahren nicht einmal das Allernötigste in die zum Teil über 50 Jahre alten Bäder investiert?

Verwaltung und Teile der Politik versprechen sich die Lösung von einer Idee des Stadtsportbundes, der einen Neubau eines Hallenbads auf dem Gelände des Wasserlands in Dottendorf vorgeschlagen hat, um dafür Frankenbad und Kurfürstenbad zu schließen. Das sieht allerdings bisher mehr nach Fata Morgana aus. Ganz ähnlich klang es damals im Mai 2010, als man nach der Schließung des Viktoriabads sofort das Frankenbad in der Altstadt renovieren wollte. Doch dieses Versprechen hat die Politik nicht gehalten. Das Frankenbad nun aufs Spiel zu setzen, wäre das dümmste, was die Stadt tun kann: Es ist als Schwimmbad für den Bonner Norden und als sozialer Raum für die Altstadt unverzichtbar. Statt neue Luftschlösser zu bauen, sollte sich die Stadt darauf besinnen, was sie hat – und ihre Bäder an Ort und Stelle sanieren.

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