Kleider machen Knete!

von Claudia Falk, Sprecherin im Ausschuss für Internationales und Wissenschaft

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Bild: CC0 (gemeinfrei)

Seit dem Einsturz der Textilfabriken im Rana Plaza (Bangladesch) sind die Bedingungen ein Thema, unter denen Arbeiterinnen und Arbeiter Kleidung herstellen. Sozial und ökologisch soll die Mode sein, die wir tragen. Fair eben. Textilbündnisse wurden geschmiedet, Siegel vergeben – grundlegend geändert hat sich nichts. Doch nicht nur die Produktion, auch die Verwertung von Kleidern und Schuhen lohnt der genaueren Betrachtung.

In Bonn sind es über 500 Tonnen Alttextilien jährlich, die das kommunale Abfallwirtschaftsunternehmen bonnorange sammelt. Einziger Zweck: Gewinne aus dem Verkauf zu machen. Dabei ist es bonnorange egal, wohin die Ware geht. Und von wem sie vertickt wird. Nachhaltige Kriterien? Fehlanzeige! Wie hoch sind die Erlöse, und trägt die hier gesammelte Kleidung dazu bei, den lokalen Märkten in afrikanischen und asiatischen Ländern zu schaden? Auch dazu verweigert das städtische Unternehmen trotz unserer Anfrage jede Information. Es verschanzt sich hinter der Vertraulichkeit von Verträgen. Aber die Linksfraktion bekommt ihre Antworten noch, wetten?!